Dreimal kam die Bertche zu frieh ausse Schul,
dreimal ließ die Lehrersche sagen,
se solld sich mal waschen mit Wasser und Seif.
Da platzd de Muttche der Kragen,
se huckd sich hin und se nehm dem Blei,
den Busen voll Zorn und voll Rache,
Geehrtes Freilein, I schreibe Sie in eine betreffende Sache,
die Bertche, die stinkt? Da lacht ja die Katz, und die Kuh, die rotbunte kichert.
Nu reißt mir der Zwirn, denn Ihnen hat bestimmt der Kurrhahn geschichert.
Sie is wohl e Druckknopf im Kopf geplazt
und nu blakt bei Sie der Zilinder.
Was stecken Sie Ihre vornehme Nas
in andere Leute ihre Kinder?
Se denken emmend bei Ihr hohes Gehalt
ich werd vor Sie mir verkriechen?
Belernen sollen Sie meiner Marjell.
Belernen! Und nicht beriechen!
Und wenn Sie ihr noch mal beriechen tun,
das wurmt mir im Herz wie e Stachel.
Das sag ich Sie heeflichst, denn hat es gebumst, Sie
feinstreif’ge, prossi'ge Kachachel.
Denn schick ich Sie meinem Mann aufem Hals
im Guten nich mehr, nei im Beesen,
denn sind Se bestimmt das sag ich Sie,
de längste Zeit Freilein gewesen!
Dr. Lau